Das ist leider nicht möglich, da mein Berufsmodell eher ungewöhnlich ist:
Ich arbeite dienstags bis donnerstags in meinem Kernarbeitsbereich, der Straftäter*innen-Behandlung (Rückfallpräventionsmaßnahmen). Hierbei bin ich für zwei unterschiedliche Institutionen tätig: Eine Ambulanz für Sexualstraftäter*innen (wo ich mit erwachsenen Sexualstraftäter*innen und jugendlichen Sexualdelinquent*innen im Rahmen der Straffälligenhilfe arbeite) und eine spezielle Form von JVA (Sozialtherapeutische Anstalt), in der ich mit männlichen Gewaltstraftätern arbeite. Es ist mir nicht möglich, zu diesen beiden unterschiedlichen Institutionen Praktikant*innen mitzunehmen. An den anderen Tagen in der Woche arbeite ich häufig an Texten oder Vorträgen oder beantworte Anfragen. Hierbei sitze ich an meinem Laptop und mache meine Arbeit alleine. Wenn ich Fortbildungen oder Vorträge abhalte, reise ich teils über weite Strecken mit meinem Lebensgefährten Sebastian. Es gibt also aufgrund meines Berufsmodells keine Möglichkeiten, bei mir ein Praktikum durchführen zu können.
Student*innen der Psychologie oder Sozialen Arbeit, die im Rahmen eines Praktikums die Arbeit mit Straftäter*innen kennenlernen möchten, empfehle ich, in ihrem Wohnumkreis Einrichtungen wie Justizvollzugsanstalten oder Maßregelvollzugskliniken zu suchen und sich dort nach der Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren, zu erkundigen.
Leider hat das Arbeitsaufkommen in den letzten Jahren so sehr zugenommen, ebenso wie die entsprechenden Anfragen, dass ich solche Interviews derzeit und in absehbarer Zeit nicht mehr führen kann. Sollte sich dies wieder ändern, wird das hier auf der Homepage mitgeteilt.
Wir bekommen sehr viele dieser Anfragen. Typischerweise liegt dem ein zwischenmenschlicher Konflikt zugrunde. Wenn ein zwischenmenschlicher Konflikt mit einer anderen Person über einen längeren Zeitraum besteht, wäre es gut, konstruktive Lösungsstrategien zu erarbeiten. Diese können beispielsweise darin bestehen, selbst anders mit dem Konflikt umgehen zu lernen oder aber auch, die konflikthafte Beziehung abzubrechen, wenn keine Aussicht auf Verbesserung besteht. Hierfür ist ein Label wie „Psychopath*in“, „Narzisst*in“ – oder was auch immer – nicht erforderlich. Eine „Ferndiagnose“ basierend auf den Angaben einer Konfliktpartei ist jedenfalls weder sinnvoll noch wäre diese seriös. Wenn es sehr schwerfällt, sich aus einer chronisch konfliktreichen Beziehung zu lösen, könnte es auch mit eigenen Anteilen zu tun haben. Beispielsweise könnte jemand, der in einem gewalttätigen Elternhaus aufgewachsen ist, immer wieder in Beziehungen unbewusst dem Elternhaus ähnliche Partner*innen suchen und sich hierdurch wiederholt in von häuslicher Gewalt geprägten Beziehungen wiederfinden. Entsprechende eigene Anteile an dysfunktionalen zwischenmenschlichen Beziehungen könnten beispielsweise im Rahmen einer Therapie beleuchtet werden. Zum Thema häuslicher Gewalt gibt es u.a. hier Informationen:
Bei Sorgerechtsstreitigkeiten sind entsprechende Fachanwält*innen und / oder (bei Bedarf) der Kinderschutzbund zu konsultieren. Wir bieten keine entsprechenden Angebote an.
Wenden Sie sich bitte (je nach Problem) an die Polizei, eine*n Jurist*in, den Weissen Ring, den Kinderschutzbund, eine Psychiatrie oder die entsprechende Anlaufstelle die in Ihrem Fall geeignet erscheint. Wir bearbeiten keine „Notfälle“ und sind auch keine Beratungsstelle für persönliche oder zwischenmenschliche Probleme.
Lydias Kernarbeit und ihre Projekte füllen ihre Zeit vollständig aus, weshalb wir entsprechende Anfragen nicht bearbeiten können.
Wir bekommen sehr viele Nachrichten über alle bekannten Kanäle, sodass wir leider nicht alle eingehenden Nachrichten beantworten können.